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Tears of Blood...

Blut...

Sie sah der roten Flüssigkeit im Spiegel zu, wie sie das untere Drittel ihres Gesichtes lief, über die Lippen, über das Kinn, hinabtropfte ins Waschbecken... Ihr eigenes Blut. Fassungslos legten ihre Fingerspitzen gegen ihre Lippen, fühlten die nasse Wärme des Blutes. Es war wahr. Er hatte sie geschlagen. Nur, weil sie 'nein' gesagt hatte, weil sie etwas das er wollte nicht tun wollte...

Leise schlichen sich Tränen aus ihren Augenwinkeln. Ihre Augen waren von schmerzend heißen Tränen gerötet, und doch war kein Geräusch von ihr zu hören, viel zu tief saß der Schreck in ihren Gliedern. Er hatte sie verletzt. Er behauptete sie zu lieben, und schlug sie. Wie passte all das zusammen? Es konnte doch nicht zusammen passen!

Da klopfte es an der weißen Tür, die das Badezimmer von der Wohnung trennte. Sie schreckte zusammen, die Klinke bewegte sich. Die Tür blieb zu. Sie war abgeschlossen. Beruhigt atmete sie durch. >Geh weg, ich will dich nicht sehen< ...

"Schatz mach die Tür auf" ... Sie schüttelte still den Kopf. Nein, sie würde ihn nicht herein lassen. "Hör mal, es tut mir leid" ... Natürlich, klar doch.. Und es der Himmel ist grün, nicht wahr... "Es tut mir Leid Baby ich wollte das nicht... Verzeih mir.. ich liebe Dich doch..." Der Tonfall von draußen wurde flehend. War es wirklich Reue, oder doch nur Angst, dass sich andere fragen könnten weshalb er sich bei der Badezimmertür entschuldigte...

"Ich werd dir niemehr weh tun, wirklich, ich versprech es Dir Baby" und viele weitere entschuldigungen folgten... Unter einem leisen wimmern öffnete sie schließlich die Tür einen Spalt breit, sie blutete nicht mehr... Er drückte sich durch den Türspalt in das Badezimmer, schloss die Tür hinter sich. Fürsorglich zärtlich legte sich seine Hand gegen ihr Kinn, hob ihren Kopf hoch während die Finger der anderen Hand sachte über ihren Stirnansatz strich, über die Augenlider... Ein sanfter Kuss folgte "Mein armes Baby.." flüsterte seine rauhe Stimme ihr zu "...es tut mir so leid.."

Nun plötzlich glaubte sie ihm. Es klang so wahr, so real, die Berührung war so warm und liebevoll... Seine Hand wischte eine Träne von ihrer Wange "Tuts noch weh, hm... Das wird wieder heil..." die Arme legten sich um sie, und ein sachtes drücken ließ sie Nähe und Wärme fühlen... "Ich liebe Dich Baby..."

Und erneut verzieh sie ihm...

26.1.07 14:39





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